UniFi Switch 8 POE-60W

Insgesamt mag ich die UniFi Produkte von Ubiquiti und auch der 8-Port Switch ist insgesamt sehr gut, wenn auch mit einigen Macken.

Hardware

Der Switch ist insgesamt gut und Stabil verarbeitet, wird jedoch SEHR heiss (ca. 50-60(!) Grad auf der Unterseite und etwa 40 Grad auf der Oberseite). Dies übrigens auch, wenn er nicht ausgelastet, bzw. nur ein Port belegt ist.
Bei einem der zwei Switches, die ich gekauft hatte, gab es zudem beim ersten anschliessen an den Strom im Gerät Funkenschlag, gefolgt von einem Kurzschluss, was dazu führte das eben mal sämtliche am Strom angeschlossenen Geräte neu starteten! – Dies ollte eigentlich bei einem switch der Enterprise Klasse nicht passieren! Danach konnte ich die Situation nicht mehr reproduzieren und der Switch läuft tadellos.

Der grösste Negativpunkt bei dem Switch finde ich die POE Ports, welche bei mehreren UniFi POE Produkten, beispielsweise NICHT funktionieren!
UniFi Geräte, welche NICHT mittels POE an dem Switch gespiesen werden können sind der AccessPoint AP-AC-LR und die Kamera UVC G3. Den zweiten Switch hatte ich eigentlich extra wegen dieser zwei Geräten gekauft, tja dumm gelaufen.
Funktionieren tun hingegen die AccessPoints: AP-AC-Lite unf AP-AC-PRO.

Software

Das tolle bei UniFi ist, dass alle Switches und AccessPoints über dieselbe Management Oberfläche, den sogenannten „UniFi Controller“ verwaltet werden können.
Dieser lässt sich entweder als Programm vom PC aus starten oder als Server Dienst installieren.
Unterstützt wird als Server nur Debian/Ubuntu Linux, jedoch nicht RedHat/CentOS (und auch nicht geplant), was schade ist.
Man kann zwar die Java Applikation auch unter RedHat/CentOS als Server zum laufen bringen, wie ich unter
UniFi als Linux Service
beschreibe, diese Konfiguration ist jedoch komplett „unsupported“

Schön ist, dass man den UniFi Controller auch verwenden kann um Geräte an entfernten Standorten zu verwalten, welche beispielsweise mit einem VPN verbunden sind.
Allerdings nur ohne NAT und es müssen noch einige Punkte beachtet werden, welche ich unter UniFi Controller mit Geräten in verschiedenen Netzwerken beschrieben habe.

Negativ beim GUI anzumerken ist jedoch, dass viele Funktionen den „UniFi Security Gateway“ (USG) benötigen welche die Oberfläche mit allerhand „Warnungen“ verzieren, wenn man diese nicht hat und die Web-Oberfläche mit vielen Menüs und Einstellungen vollstopfen, welche man ohne USG nicht nutzen kann. Wohl eine Marketing-Taktik von Ubiquiti.
Zudem gibt fehlen auch Funktionen, welche man mit anderen Switches derselben Preisklasse bekommt wie beispielsweise QoS. – Zugegebenermassen werden diese Features die meisten Leute nicht brauchen und das wichtigste wie SNMP (monitoring), IGMP snooping, STP und VLANs sind da. Im Falle von STP (Spanning Tree) ist dies jedoch standardmässig deaktiviert und müsste erst mit den korrekten Einstellungen konfiguriert werden.

Das Web-GUI ist zudem auch nicht besonders intuitiv gestaltet, viele Funktionen muss man an mehreren verschiedenen Orten Konfigurieren, beispielsweise VLANs.

Insgesamt überwiegen trotz einiger Nachteile die Vorteile und ich würde den Switch wieder kaufen.

Bewertung

+ Zentraler Management Server (Jeodch nur für Debian/ubuntu)
+ Verarbeitung
+ Alle UniFi Switches und APs im selben UI verwalten
+ Management funktioniert auch mit entfernten Geräten via VPN (OHNE NAT, siehe: https://www.tech-island.com/allgemein-de/unifi-controller-mit-geraeten-in-verschiedenen-netzwerken)

– Kurschluss beim ersten Mal
– Sehr heiss (ca. 55 Grad)
– Limitiertere Funktionen als bei anderen Enterprise-Switches, z.B. kein QoS
– GUI enthält viele Funktionen, welche ein USG benötigen
– GUI nicht so intuitiv
– POE funktioniert nicht bei allen APs/CAMs! (AP-AC-Lite: JA / AP-AC-LR: NEIN / AP-AC-PRO: JA / UVC G3: NEIN)

Published by

Steven Varco

Steven ist ein Redhat RHCE-Zertifizierter Linux-Crack und ist seit über 15 Jahren sowohl beruflich wie auch privat auf Linux spezialisiert. In seinem Keller steht ein Server Rack mit diversen ESX und Linux Servern.

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