Windows-CD mit integrierten Updates

__Problem:

Microsoft überschwemmt seine Seite www.windowsupdate.com monatlich mit Update-Paketen. Wenn Sie ein System neu einrichten, müssen Sie nach der normalen Installation Service Packs (SPs) und eine Menge kleiner Updates herunterladen und je einzeln installieren.

Lösung:

Wenn Sie Windows-Updates herunterladen und in der nachfolgend beschriebenen Weise in die Installationsdateien einpassen, können Sie eine Installations-CD mit allen wichtigen Updates anlegen. Der komplexe Vorgang erfordert eine ganze Reihe von Schritten:__

1. "Wichtige“ Updates:

Wenn ihr Windows derzeit auf dem neuesten Stand ist, so öffnen Sie einfach "Systemsteuerung, Software“ und notieren alle Knowledge-Base-IDs der Hotfix-Einträge (zum Beispiel "KB828035“). Sollte Ihr System derzeit nicht auf dem neuesten Stand sein, dann öffnen Sie die Update-Seite www.windowsupdate.com und notieren sich alle Knowledge-Base-IDs der "wichtigen“ Updates und SPs, welche die Seite Ihnen anzeigt.

In beiden Fällen gehen Sie dann auf die Web-Seite http://download.microsoft.com, und suchen Sie unter "Keywords“ nach den notierten IDs. Achten Sie beim Download der Updates darauf, dass Sie die deutsche Version ausgewählt haben.

2. SP-Archiv anlegen:

Wenn Sie alle Updates beisammen haben, erstellen Sie ein Verzeichnis <Zielordner1> zum Speichern aller Installationsdateien. Kopieren Sie alle Dateien von der Windows-Installations-CD in das neue Verzeichnis. Danach integrieren Sie die SPs, indem Sie diese im "Ausführen“-Dialog gefolgt von "/s:<Zielordner1>“ aufrufen. <Zielordner1> ist das Verzeichnis, das bereits die Installationsdateien enthält.

3. Hotfixes hinzufügen:

Um einzelne Hotfixes einzubinden, wechseln Sie ins Verzeichnis I386 Ihres Installationsordners und legen dort den Unterordner svcpack an. Kopieren Sie alle Updates in dieses Verzeichnis, und benennen Sie jedes so um, dass nur noch die ID im Namen bestehen bleibt (zum Beispiel KB828035.EXE). Nun entpacken Sie alle Updates mit folgendem Befehl in das neu angelegte <Zielordner2>:

for %i in (KB*.EXE) do %i /X:<Zielordner2>

Aus <Zielordner2> kopieren Sie dann alle Dateien in das I386-Installationsverzeichnis. Die Unterordner in <Zielordner2> kopieren Sie ebenfalls nach 386 mit Ausnahme von Symbols und SP<n>. Die "Symbols“ sind irrelevant; für die Ordner "SP<n>“ gilt: Kopieren Sie nach I386 genau den kompletten Inhalt des Ordners mit der Nummer, die um 1 höher ist als das aktuellste zu installierende SP.

Ein Beispiel: Kommt SP2 auf die CD, dann benötigen Sie nur den Inhalt der Ordner SP3. Sollte Windows beim Kopieren Dubletten melden, bestätigen Sie das Überschreiben nur bei jüngerem Speicherdatum.

4. Katalogdateien ergänzen:

Kopieren Sie aus allen Ordnern "Update“ unter I386 die Katalogdateien mit der Endung CAT nach I386Svcpack.

5. Dubletten aufräumen:

Im I386-Ordner liegen nun neue Dateien, möglicherweise auch neue Ordner. Sortieren Sie die Dateien in I386 und allen Unterordnern in der Detailansicht nach Namen. Löschen Sie alle Dateien mit einem Unterstrich am Ende der Extension ("_“), sofern eine Namensdublette ohne Unterstrich existiert.

6. DOSNET.INF anpassen:

Editieren Sie die DOSNET.INF im I386-Ordner. Falls nicht bereits vorhanden, fügen Sie die Zeilen

[OptionalSrcDirs]
 
svcpack

am Ende hinzu, darunter die Namen der aufgrund der Updates neu erstellten Unterordner von I386.

7. SVCPACK.INF anlegen:

Löschen Sie die gepackte SVCPACK.IN_ aus dem I386-Ordner, und legen Sie eine neue nach einem Vorbild in der pcwSvcpack.ZIP an. Geben Sie statt KB<xxxxxx>.CAT die Namen der Katalogdateien an. Benennen Sie die IN_-Datei in SVCPACK.INF um.

8. Boot-CD brennen:

Nun brennen Sie Ihr Archiv auf eine bootfähige CD. In Nero beispielsweise wählen Sie als neue Zusammenstellung eine "CD-ROM (Boot)“. Als Bootimage verwenden Sie die pcwBoot.BIN (siehe: Downloads zum Thema).

Geben Sie in den Experteneinstellungen "Keine Emulation“ an, bei der Anzahl zu ladender Sektoren "4“. Unter "ISO“ aktivieren Sie "ISOLevel2“, "Mode 1“, "ISO 9660“, "Joliet“ sowie alle Optionen unter "ISO Restriktionen lockern“. Dann ziehen Sie den Inhalt des Installationsordners ins linke Fenster und starten den Brennvorgang.

Related Downloads

|| File | Beschreibung
[http://www.pcwelt.de/public/pcwSvcpack.z.exe|pcwSvcpack.z.exe] | Das Archiv enthält Vorlagen zur SVCPACK.INF für Windows 2000, XP und Server 2003. In der SVCPACK.INF werden alle Hotfix- und Update-Pakete eingetragen, die während der Installation von Windows zusätzlich ausgeführt werden sollen. Dabei müssen sowohl die Katalogdateien mit der Endung CAT in die Rubrik "ProductCatalogsToInstall", als auch die Setup-Dateien mit der Endung EXE in die Rubrik "SetupHotfixesToRun" eingetragen werden. Vergessen Sie nicht, die Vorlage nach der Bearbeitung in SVCPACK.INF umzubenennen.
[http://www.pcwelt.de/public/pcwBoot.z.exe|pcwBoot.BIN] | Bootimage zum Anlegen einer bootfähigen CD für Windows 2000, XP und 2003 Server. Wählen Sie im Brennprogramm Nero "CD-ROM (Boot)". Tragen Sie als "Bootimage" die PCWBOOT.BIN ein. Geben in den Experteneinstellungen als Art der Emulation "Keine Emulation" und bei der Anzahl zu ladender Sektoren "4" an. Auf dem Register "ISO" aktivieren Sie ISO-Level2, Mode 1, ISO 9660, Joliet und alle Optionen unter "ISO Restriktionen lockern".
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