Volles Unicode in MySQL Datenbanken

MySQL hatte lange Zeit Probleme mit Zeichensätzen; der bekannte Zeichensalat (auch „Mojibake“ genannt) war die Folge. Dann kam endlich der universelle Zeichensatz Unicode, bzw. UTF8. Praktisch verborgen blieb jedoch bis heute, dass MySQL standardmässig nur einen „beschränkten Unicode Zeichensatz“ verwendet. Dieser besteht nur aus 3, anstelle von 4 Zeichen und war wohl ursprünglich als „Performace-Optimierung“ gedacht.

Das reicht zwar für die allermeisten Schriftzeichen und Symbole, beispielsweise aber nicht für die mittlerweile sehr häufig verwendeten emojis. Schlimmer noch, probiert man ein solches Zeichen (z.B. ein emoji) in die Datenbank einzufügen, wird alles was nach dem Zeichen kommt abgeschnitten. Und das kann wiederum zu schlimmen Sicherheitslücken führen.

Dabei hatte MySQL seit etwa 2010 einen „neuen“ (bzw. den vollen) UTF8-Zeichensatz eingeführt mit dem Namen: utf8mb4.

Neuere Web-Applikationen, wie WordPress oder Typo3 verwenden diesen seit einiger Zeit standardmässig, allerdings nur bei einer Neuinstallation. Viele ältere Datenbanken haben also noch den unvollständigen Zeichensatz eingestellt. Höchste Zeit also die alten Datenbanken mit dem richtigen Unicode Zeichensatz zu aktualisieren.

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mysql general query log einschalten

Wenn man einen Vorgang in der mysql/mariadb Datenbank debuggen will, kann es nützlich sein, sämtliche Queries die mysql macht zu loggen. Dies geht mit dem general query log, welches mit diesen drei Zeilen in der /etc/mysql/server.cnf erreicht wird:

log_output=FILE
general_log
general_log_file=/var/log/mysql/queries.log

Aber Achtung: Dies kan enorm viel loggen und ist somit sowohl für die Performance, wie auch Festplatte eine grosse Belastung. Das sollte unbedingt nur kurzzeitig zum Debuggen eines Problems aktiviert. und danach wieder deaktiviert werden.

Bareos: Backup Clients umbenennen

Will man einmal die hostnamen seiner Clients im Netzwerk umbenennen und somit auch die Client-Namen in der bareos Konfiguration entsprechend anpassen muss man vorsichtig sein: Denn dann sieht Bareos jeden Client als „neu“ an und fängt somit wieder mit einem FULL Backup an. Dies kann je anch Anzahl Clients und/oder Speichermenge zu einem plötzlich heftigen Anstieg des Backup-Speichers führen.

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